Karbonathärte

Die Karbonathärte gibt die Konzentration des Anions Hydrogencarbonat (HCO3−) wieder. Man bezeichnet die Konzentration an Hydrogencarbonationen bzw. den hierzu äquivalenten Teil der Erdalkalimetallionen als Carbonat-, temporäre oder vorübergehende Härte.

Calciumcarbonat ist eine weit verbreitete chemische Verbindung in der Erdkruste, vor allem in Form von Sedimentgesteinen. Calciumcarbonat tritt natürlich in der Form von Mineralen auf. Es kommt in Knochen und Zähnen sowie im Außenskelett der Krebstiere, Korallen, Muscheln, Schnecken und Einzeller vor.

Calciumcarbonat ist im Wasser fast unlöslich. Bei 20°C lösen sich maximal nur 0,014 g Calciumcarbonat in einem Liter Wasser bei einem pH-Wert von 7. Allerdings löst sich Calciumcarbonat unter der Zugabe von Säuren im Wasser im höheren Maße auf.

In der Natur wird der Kalk aus dem Gestein durch kohlensäurehaltiges Wasser, herausgewaschen und gelangt auf diesem Weg in unsere Oberflächengewässer. Daher können auch Bäche und Flüsse sehr hartes Wasser haben.

Ein anderer Weg ist über die Verbrennung von fossilen Rohstoffen. Hier wird der Kohlenstoff aus den fossilen Rohstoffen mit dem Luftsauerstoff zu Kohlendioxid CO2 verbrannt. Der CO2 aus der Luft reagiert mit Wasser zu Kohlensäure (H2CO3).

H2O + CO2 <-> H2CO3 (Wasser + Kohlendioxid -> Kohlensäure)

Ein weiterer Weg der Bildung von Carbonat-Ionen ist die Zellatmung aller Lebewesen im Wasser.


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