Höhere Pflanzen

Höhere Pflanzen sind wichtig für ein gesundes Ökosystem in einem Gewässer. Sie sorgen durch ihre Photosynthese bei Sonnenlicht für Sauerstoffproduktion im Wasser und binden durch ihr Wachstum wasserlösliche Nährstoffe, wie z.B. Phosphat in Pflanzenteilen.

Höhere Pflanzen verringern ihren Wachstum bei Fehlen von Spurenelement wie zum Beispiel Eisen und zeigen auch Mangelerscheinigungen, die sie für Krankheiten anfällig machen. Dadurch wird Phosphat nicht mehr durch das Pflanzenwachstum eingebunden und das Algenwachstum wird begünstigt.

Eine wirksame Reduzierung der Nährstoffe in einem naturnahen Gartenteich kann nur durch ausreichende Bepflanzung erreicht werden.

Dabei ist zu beachten, dass wurzelnde Pflanzen wie Seerosen ihre Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen. Nur wenn das Substrat (auch in evtl. verwendeten Behältern) aus nährstoffarmem Sand besteht, werden die Nährstoffe aus dem Wasser in den Boden gesaugt und dort von den Wurzeln aufgenommen.

Unterwasserpflanzen wie Tausendblatt, Hornkraut u.a. sowie alle Schwimmpflanzen nehmen ihre Nährstoffe direkt aus dem Wasser auf. Verschiedene Unterwasserpflanzen bleiben auch im Winter grün, geben bei genügend Licht Sauerstoff ab und reinigen das Wasser auch bis zu einem gewissen Maße während der Vegetationspause.

Sehr selten, ja für viele sogar gar nicht existent, werden Bakterien sowie das Phyto- und Zooplankton beachtet. Dabei ist gerade die Erhaltung dieser Makro- und Mikroorganismen eine Voraussetzung für eine dauerhafte Aufrechterhaltung des biologischen Gleichgewichtes und somit eines gesunden Biotops.

Und ausgerechnet diese komplexe aber überaus relevante Lebensgemeinschaft wird in vielen Gartenteichen durch Chemie, aber auch durch Pumpen, durch den Einsatz von Filtern aller Art oder gar UV-Geräte vernichtet. Alle diese Objekte werden normalerweise mit leistungsstarken Kreiselpumpen betrieben, die die o.g. Organismen so stark verletzen, dass nahezu alle abgetötet werden. Anstatt der versprochenen und erhofften Reinigung des Wassers wird es also zusätzlich mit toter Biomasse und damit mit Nährstoffen belastet. Von den Filtern werden für gewöhnlich nur die Schwebstoffe ausgefiltert. Die gelösten Stoffwechselprodukte und Proteine bleiben unsichtbar im oftmals sehr klaren Wasser.
 


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